Zeichensprache

Eine kleine Erinnerung: Motorradfahrer haben ihre eigene Zeichensprache. Klare Handzeichen und ein genaue Absprache sind besonders wichtig, wenn man in der Gruppe fährt.

Gruß

Normalerweise grüssen sich Motorradfahrer on the road indem kurz die linke Hande gehoben wird (nie die rechte - aus offensichtlichen Gründen). Einige Fahrer zeigen hierbei gern ein "V", was für das englische Wort victory = Sieg steht. Dieses Zeichen hat Fahrerlegende Barry Sheene begründet, der es stets nach einem siegreichen Rennen gezeigt hat.

Kopfnicken

Anstelle des Handhebens wird auch häufig mittels Nicken des Kopfes gegrüsst. Vor allem im Stadtverkehr wären wir dann viel mit Winken beschäftigt! Außerdem ist es sicherer - vor allem für Anfänger - beide Hände am Lenker zu lassen.

Leider wird das Grüssen von einigen Motorradfahrern vor allem in großen Städten vergessen - schade!

Grüssen beim Überholen

Der Gruß mit der linken Hand wird beim Überholen durch ein Heben des rechten Fußes ersetzt. Das ist sicherer als die Hände bei starker Beschleunigung vom Lenker zu nehmen.

Das Zeichen sollte nicht mit einem Tritt (z. B. in eine Autotür) verwechselt werden, was bei Autofahrern Verwirrung stiften kann... Wir wollen doch nur freundlich grüssen!

Lichthupe

Die Lichthupe wird häufig dazu eingesetzt, um auf eine Gefahr aufmerksam zu machen. Wir empfehlen daher nicht, sie als Gruß einzusetzen, da es falsch verstanden werden kann. Geht die Lichthupe einher mit einem Wink der Hand nach unten, sollte man sein Tempo verlangsamen...

Anzeigen nächster Halt

Um in einer Gruppe einen Halt anzuzeigen, weist man am besten per Handzeichen auf das Verkehrszeichen, das die nächste Tankstelle, den nächsten Rastplatz oder die nächste Ausfahrt anzeigt. 

Achtung, Schlagloch!

Normalerweise weist ein Motorradfahrer seine Mitfahrer auf Schlaglöcher und andere Gefahren auf der Straße hin - auch, wenn es schon ein Gefahrenzeichen am Straßenrand gibt. Zweimal gewarnt ist sicherer - jeder von uns hat schon einmal ein Verkehrsschild übersehen...

Ich muß tanken!

Wenn auf einmal der Reservetank aufleuchtet, gibt ein einfaches Handzeichen den Hinweis auf die fällige Tankfüllung: Einfach mit dem Daumen auf den Tank deuten - das sollte jeder in der Gruppe verstehen. Danach kann man immer noch auf das nächste Tankstellenzeichen deuten.

Bei den Roadstermaschinen ist die Bandit im Vorteil, da sie einen recht großen Tank und einen verhältnismäßig geringen Verbrauch hat. Fahrer von Hornets und Fazers sind hier leider im Nachteil...

Rutschgefahr!

Rutschige Straßen stellen für Motorradfahrer eine besondere Gefahr dar. Stellt man rutschige Oberflächen z. B. durch Sand, Öl, Schotter o. ä. fest, sollte man Fahrer hinter sich warnen, indem man einen Fuß nachzieht.

Probleme mit dem Scheinwerfer?

Sieht man einen Motorradfahrer, der kein Licht an hat oder der andere Probleme mit seinem Scheinwerfer hat, zeigt man dies an, indem man die Hand öffnet und wieder schließt.

Wenden

Beim Motorradfahren konzentriert man sich stark auf Strecke und Wetter - da kann man schon mal eine Ausfahrt oder Kreuzung verpassen. Für das notwendige Wendemanöver gibt es folgendes Handzeichen: Der gehobene Zeigefinger fährt im Kreis. (Bitte nicht direkt auf der Autobahn wenden, sondern so, wie man es in der Fahrschule gelernt hat...) 

Ich brauche 'was zum Trinken...

Manchmal ist es nicht der leere Tank, sondern der leere Magen, der uns eine Pause abverlangt. Um seinen Mitstreitern dies zu verdeutlichen, führt man die Hand zum Mund. Wird hingegen eine Trinkpause benötigt, einfach mit dem Daumen zum Mund deuten - das international verständliche Zeichen!